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Papst Leos erstes Lehrschreiben
Am Horizont steht JD Vance

»Diese Wirtschaft tötet« – der provokante Satz steht nun auch im ersten Schreiben Leos XIV. Der Neue formuliert vorsichtiger als sein Vorgänger Franziskus, aber er macht klar: Die Kirche muss dem neoliberalen Zeitgeist widerstehen.
von Paul Kreiner vom 21.10.2025
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Appell ans Gottesvolk: Es muss »aufrütteln, anprangern, sich exponieren«, schreibt Papst Leo XIV. in »Dilexi te«. (Foto: PA/ZUMAPRESS.com/Evandro Inetti)
Appell ans Gottesvolk: Es muss »aufrütteln, anprangern, sich exponieren«, schreibt Papst Leo XIV. in »Dilexi te«. (Foto: PA/ZUMAPRESS.com/Evandro Inetti)

Vergiss die Armen nicht!«, flüsterte Kardinal Claudio Hummes – noch in der Sixtinischen Kapelle – seinem Amtskollegen Jorge Mario Bergoglio zu, als der frisch zum Papst gewählt war. Franziskus hielt sich daran, und nun stellt sich auch der Nachfolger, Leo XIV., ganz ausdrücklich in diese Tradition. Sein erstes Lehrschreiben, das am Donnerstag veröffentlichte »Dilexi te«, unterzeichnete er bewusst am Festtag des Heiligen Franziskus. Es besteht in weiten Teilen aus Zitaten von Papst Franziskus und aus den Vorarbeiten zu dessen letzter, nicht mehr fertiggestellten Enzyklika, die sich dem Thema »Kirche und Arme« widmen wollte. Die macht sich Leo nun, wie er schreibt, »unter Hinzufügung einiger Überlegungen zu eigen«.

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