Spanien
Das schreckliche Erbe der ETA
José Antonio Urrutikoetxeas Blick ist kalt. Misstrauisch schaut er sein Gegenüber an. Urrutikoetxea ist verurteilter Mörder, der 72-Jährige hat die Hälfte seines Lebens in Haft oder auf der Flucht verbracht. Der spanische Journalist Jordi Évole beginnt sein Interview für den Dokumentarfilm »No me llamo Ternera« (»Nenn mich nicht Ternera«) mit einer harmlosen Einleitung. »Wir befinden uns im Süden Frankreichs.« Sofort unterbricht Urrutikoetxea. »Für mich befinden wir uns im nördlichen Teil von Euskal Herria.« So nennen die baskischen Nationalisten das Baskenland, das sich für sie vom Norden Spaniens bis in den Süden Frankreichs ausbreitet.
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Manuel Meyer ist freier Journalist und lebt in Madrid.

