Künstler in der Corona Krise
Kultur in der Krise
Seit Anfang November hat das Kino wieder zu. Kleine Konzerte, die im Sommer noch vorsichtig vor einem ausgedünnten masketragenden Publikum erschallen durften, mussten in diesem zweiten Lockdown wieder abgesagt werden. Ausstellungen, Museen, Kabaretts und Theater bleiben zur Eindämmung der Infektionszahlen geschlossen. Das sorgt für einen Sturm der Empörung: Viele Künstler und Kulturschaffende verstehen nicht, warum es gerade sie getroffen hat, während Einkaufszentren, Kirchen und Friseursalons geöffnet bleiben. Aber auch Menschen, die nicht von Eintrittskarten leben müssen, prostestieren gegen die aus ihrer Sicht willkürliche Benachteiligung des kulturellen Lebens, das für viele eben nicht bloß Unterhaltung, sondern geistige Nahrung ist. »Ohne Kunst und Kultur wird’s still«, heißt eine der vielen Protestaktionen, die sich derzeit dazu im Land verbreiten. An den Fassaden von verrammelten Theatern hängen Spruchbänder, es gibt offene Briefe und Protestnoten im Internet. »Kulturschaffende haben das Gefühl, beweisen zu müssen, dass sie wichtig sind für die Gesellschaft«, sagt der Schauspieler Hans-Werner Meyer. »Das ist verletzend.«
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