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Guatemala
Justizkrimi um fair gehandelten Kaffee

Die guatemaltekische Justiz wirft der Kaffee-Kooperative Fedecocagua und ihrem Direktor Ulrich Gurtner Geldwäsche vor. Doch vieles spricht für einen politisch motivierten Prozess.
von Knut Henkel vom 13.11.2123
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(Foto: Knut Henkel)
(Foto: Knut Henkel)

Seit Wochen laufen die Proteste rund um das Ministerio Público, die Generalstaatsanwaltschaft von Guatemala. Am Zaun des Gebäudes hängen auf Transparente gedruckte Fotos von Menschen, die zu Unrecht verhaftet wurden oder ins Ausland emigriert sind. Zu sehen sind der geflohene Richter Miguel Ángel Gálvez, die ehemalige Staatsanwältin Thelma Aldana, der Verleger der Tageszeitung El Periódico, José Ruben Zamora. »Tritt zurück!«, lautet die Forderung an die Verantwortliche, María Consuelo Porras. Die Frau, die bereits in zweiter Amtszeit die Justiz in Guatemala dirigiert, hat das »System Porras« geschaffen, in dem Richter, Staatsanwälte und Ermittler auf Linie gebracht werden: Nicht mehr Recht und Gesetz entscheiden, sondern politische Weisungen.

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