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Der verbockte Lithium-Deal

Bolivien hat reiche Lithium-Vorkommen. Die Regierung will nun in großem Stil Batterien exportieren. Doch das Land hat Schwierigkeiten, aus dem Bodenschatz eine Quelle der Wertschöpfung zu machen
von Knut Henkel vom 13.01.2020
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Grundlage für den Batteriebau: Salzgewinnung in einer Anlage in Llipi, Bolivien (Foto: Knut Henkel)
Grundlage für den Batteriebau: Salzgewinnung in einer Anlage in Llipi, Bolivien (Foto: Knut Henkel)

Die knallgrünen Kunststoffkisten mit einem schwarzen und einem roten Kabel sind der neueste Clou von Marcelo González. »Eine kompakte, leichte Autobatterie«, erklärt der 38-jährige Physiker. »Die produzieren wir in mehreren Modellen für einen Elektroautohersteller aus Cochabamba. Die Verträge sind gerade erst unterzeichnet.« Ein Achtungserfolg für den Leiter von Boliviens Lithium-Batteriefabrik La Palca. 66 Mitarbeiter arbeiten in der Fabrik vor den Toren der alten Bergbaustadt Potosí, produzieren von der kleinen Knopfzelle über die handlichen, backsteingroßen Akkus für Solaranlagen bis zu den großen, bis zu zwanzig Kilo schweren Autobatterien so ziemlich alles, was sich an Speicherelementen aus Lithium herstellen lässt. »Wir sind ein Zwitter zwischen Forschungseinrichtung und Pilotfabrik, machen Grundlagenforschung und Produktentwicklung«, sagt der Physiker González. Er ist in Uyuni aufgewachsen, dort, wo das Lithium aus bolivianischer Produktion herkommt.

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Schlagwörter: Bolivien Lithium Umwelt
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