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Gentechnik
Der Mensch ist noch lange nicht Gott

Ein Durchbruch, ein Tabubruch: Mit der Gen-Schere ist erstmals in die menschliche Keimbahn eingegriffen worden. Ethiker und Wissenschaftler schlagen Alarm. Wird der Mensch zum Schöpfer seiner selbst?
von Alexander Schwabe vom 21.12.2020
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Kommt der perfekte Mensch? (Foto: Shutterstock/Moon Light PhotoStudio)
Kommt der perfekte Mensch? (Foto: Shutterstock/Moon Light PhotoStudio)

Die Windeln, die Krippe, die Hirten, die Engel – an Heiligabend wird traditionell die sogenannte Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium gelesen. Unterschieden davon bringt das Johannesevangelium keine später rührselig mit Ochs und Esel inszenierte Geburtsgeschichte Jesu. Es beginnt mit einem philosophischen Hammersatz: »Im Anfang war das Wort.« Im Anfang war nicht etwa das Rohmaterial für die Schöpfung, irgendeine Ursuppe. Das Wort war zuerst. »Und das Wort wurde Fleisch.« Dieser Satz wirft eine Frage auf über eines der tiefsten Geheimnisse des Seins und allen Daseins: Wie verhalten sich Geist und Materie zueinander? Eine Frage, die sich angesichts bahnbrechender Entwicklungen in der Gentechnik heute besonders aufdrängt. Es ist auch eine Frage nach dem Verhältnis von Gott und Mensch, Schöpfer und Geschöpf.

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