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Hildegard von Bingen
Das Geheimnis der Grünkraft

Grün liegt imTrend, steht es doch für Naturnähe. Doch mit Konsum ist die Natur nicht zurückzuhaben. Schon eher lohnt ein Blick in die Schriften der heiligen Hildegard von Bingen, die sich schon im Mittelalter mit der Grünkraft befasste.
von Christine Büchner vom 21.12.2023
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Hildegard von Bingen: Heilige und Mystikerin (Foto: PA/DPA/ZB/Rainer Oettel)
Hildegard von Bingen: Heilige und Mystikerin (Foto: PA/DPA/ZB/Rainer Oettel)

Zur Weihnachtszeit stellen wir traditionell Tannenzweige ins Zimmer. Ein grünes Zeichen der Hoffnung, dass das Leben auch durch Kälte und Starre der Natur hindurch weitergeht und neu zu grünen beginnt. Darüber hinaus ist insgesamt ein Trend zum Grün (und zur Natur) zu beobachten: Menschen stellen sich die Wohnung mit Zimmerpflanzen voll; die Grünen verändern gerade ihr Corporate Design vom eher künstlich leuchtenden Grün ins natürlich Dunkelgrüne; eine grüne beziehungsweise dunkelgrüne Religion, die die Sakralität der Natur ins Zentrum stellt, gewinnt an Anziehungskraft. Diese durchaus sehr verschiedenen Trends haben eines gemeinsam: Sie zeigen einen Verlust an. Sie suggerieren, es sei doch (noch oder wieder) da, was wir zerstört haben: die tiefe Verbundenheit mit der Natur. Und indem wir uns dies suggerieren, machen wir fröhlich weiter mit ihrer Zerstörung und damit mit der massiven Gefährdung des Lebens auf diesem Planeten.

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