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Kolumbien
Mit der Guerilla am Verhandlungstisch

Die katholische Kirche begleitet die Friedensgespräche in Kolumbien und überwacht einen Waffenstillstand. Auch bei Entführungen ist sie eine von allen Seiten geschätzte Vermittlerin – wie jüngst eine Freilassung zeigte.
von Barbara Tambour vom 19.12.2023
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Mögen Krieg und Gewalt doch enden: Demonstranten fordern »Frieden – ja!« vor der Kathedrale in Bogotá, Kolumbien. (Foto: PA/DPA/Leonardo Munoz)
Mögen Krieg und Gewalt doch enden: Demonstranten fordern »Frieden – ja!« vor der Kathedrale in Bogotá, Kolumbien. (Foto: PA/DPA/Leonardo Munoz)

Nach 13 Tagen Geiselnahme ließ die ELN-Guerilla Luis Manuel Díaz frei. Diese Entführung Ende Oktober sorgte weltweit für Aufsehen, denn Díaz ist der Vater des kolumbianischen Fußballstars Luis Díaz, Nationalspieler und Stürmer beim FC Liverpool. Das erste Foto nach der Freilassung zeigte Díaz Seite an Seite mit Bischof Francisco Ceballos von der Diözese Riohacha und Prälat Héctor Fabio Henao, zuständig für die Beziehungen zwischen kolumbianischem Staat und Kirche. Veröffentlicht auf dem X-Account der kolumbianischen Bischofskonferenz, machte das Foto deutlich: Die katholische Kirche hatte eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen gespielt. Sie war »die Architektin der Freilassung von Luis Diaz’ Vater«, kommentierte das Nachrichtenmagazin Semana. Allerdings hat die Guerilla noch 30 weitere Geiseln in ihrer Gewalt.

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