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Internationale Solidarität
Afghanische Frauen sticken ihre Träume

Eine Initiative aus Freiburg verkauft die Werke. So haben die Stickerinnen auch unter dem Taliban-Regime ein Einkommen.
von Ulrike Scheffer vom 06.11.2025
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 Chili und Nagellack: In ihren Stickereien zeigen afghanische Frauen ihren Alltag und ihre Fantasien. Um sie zu schützen, bilden wir die Frauen nicht ab. (Foto: Pascale Goldenberg)
Chili und Nagellack: In ihren Stickereien zeigen afghanische Frauen ihren Alltag und ihre Fantasien. Um sie zu schützen, bilden wir die Frauen nicht ab. (Foto: Pascale Goldenberg)

Acht mal acht Zentimeter Freiheit. So könnte man das Programm Guldusi kurz zusammenfassen. Guldusi heißt Blumenstickerei oder einfach Stickerei, und genau darum geht es. Afghanische Frauen fertigen kleine, meist quadratische Stickereien an, die in Europa verkauft werden. Man kann sie auf Taschen aufnähen, Mützen, Etuis oder Kleidungsstücke. In den kleinen Stickereien können sich die Frauen künstlerisch ausdrücken und durch den Verkauf ein eigenes Einkommen erwirtschaften. Beides ist in Afghanistan für Frauen nicht selbstverständlich. »Die Frauen erzählen in ihren Arbeiten von ihrem Alltag – und von ihren Träumen«, weiß die Initiatorin von Guldusi, Pascale Goldenberg. Da ist zum Beispiel das unverschleierte Frauengesicht in Herzform mit dem kräftigen roten Mund. Oder der grüne Zweig mit den roten und grünen Chilischoten, gehalten von einer Frauenhand mit knall-lila lackierten Fingernägeln.

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