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Gedenken
»Ich poliere sie, bis sie wieder glänzen«

Hannelore Stippel säubert verschmutzte Stolpersteine. Und sie geht auf die Suche, wenn etwa bei Bauarbeiten einer verschwindet. Einen halb zerstörten hält sie ganz besonders in Ehren.
von Alicia Rust vom 14.05.2024
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Die Hüterin der Stolpersteine: Rentnerin Hannelore Stippel kümmert sich um die kleinen Gedenktafeln in ihrem Kiez (Foto: Alicia Rust)
Die Hüterin der Stolpersteine: Rentnerin Hannelore Stippel kümmert sich um die kleinen Gedenktafeln in ihrem Kiez (Foto: Alicia Rust)

Auf meinen Spaziergängen schaue ich immer nach den Stolpersteinen in meinem Kiez. Ich weiß, wo jeder einzelne liegt und an Menschen erinnert, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert, ermordet, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Meist habe ich in meiner Handtasche eine Flasche Felgenpolitur und einen weichen Lappen dabei. Obwohl es mir mit meinen 73 Jahren nicht leichtfällt, bücke ich mich und poliere die Oberflächen, bis sie wieder glänzen. Oft sind die Stolpersteine vom Schmutz der Straße derart getrübt, dass man sie kaum von den Pflastersteinen unterscheiden kann.

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Schlagwörter: Berlin Ehrenamt Gedenken NS-Zeit
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