Der Wetterhahn leuchtet wieder
Als in den frühen Abendstunden des 15. April 2019 hohe Flammen aus dem Dach der Pariser Kathedrale Notre-Dame herausschlagen und die Turmspitze mit dem Wetterhahn wie in Zeitlupe abknickt und dann rasant in die Tiefe stürzt, geht ein Entsetzensschrei rund um den Globus. Denn die Feuersbrunst hat nicht nur eine große Menschenmenge auf die Seine-Kais gelockt, weltweit verfolgen zudem unzählige Personen die Vorgänge auf ihren TV- und Smartphonebildschirmen. Angesichts des herabsausenden Wetterhahns, ein ikonisch gewordenes Bild, scheint Notre-Dames Schicksal fast wie besiegelt. Seit gut 850 Jahren thront das Gotteshaus wie ein Schiff auf der Seineinsel, nun bedroht das Flammeninferno dessen Existenz.
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Suzanne Krause arbeitet als freie ARD-Hörfunkkorrespondentin in Frankreich und lebt in der Nähe von Paris. Sie berichtet seit der Brandnacht regelmäßig über den Fortgang des Wiederaufbaus von Notre-Dame de Paris.

