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Tod des Haustiers
Kerle, die um Tiere weinen

Ein Vogel-Begräbnis, ein aufgebahrter Pudel, die friedlich schlafende Greta – Peter Otten schaut mit anderen Augen auf das Leben und Sterben von Tieren.
vom 15.09.2022
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Vor ein paar Tagen war ich mit 50 Kommunionkindern meiner Pfarrei St. Agnes übers Wochenende in einer Jugendherberge. Nachmittags kommt ein Junge angelaufen. Er fragt nach einem Glas. »Hier«, sage ich, »wofür brauchst du das?« »Wir haben draußen einen toten Vogel gefunden. Wir haben ihn vergraben. Und jetzt möchte ich diese Stelle segnen, und dafür brauche ich Weihwasser.« Er sagt das ganz selbstverständlich, mit einem kaum vernehmbaren grauen Schleier in seiner Stimme. Ich bin perplex. Einen Moment überlege ich mitzugehen. Ich bin neugierig zu sehen, wie ein paar verschwitzte Jungs mit einem Fußball unterm Arm ihr Spiel unterbrechen, weil sie spüren, dass dieser Vogel zur Ruhe kommen sollte. Und dass das jetzt ihre Aufgabe ist. Aber ich bleibe stehen. Diese kleinen Kerle kommen klar.

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Schlagwörter: Leben sterben Tiere Trauer
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