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Nicht Bitterkeit, sondern Milde ausstrahlen

Anselm Grün schrieb mit 62 ein Buch über die Kunst des Älterwerdens. Dann wurde er selber alt und krank. Und musste lernen, seinem eigenen Rat zu folgen. Ein Gespräch mit dem bekannten Benediktiner über den Segen der späten Jahre
von Michaela Schneider vom 28.08.2020
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Dankbar im Augenblick: Der Benediktiner Anselm Grün (Foto: Schneider)
Dankbar im Augenblick: Der Benediktiner Anselm Grün (Foto: Schneider)

Als der Benediktinerpater Anselm Grün sein Buch »Die hohe Kunst des Älterwerdens« schrieb, war er 62 Jahre alt. Das war 2007. Damals war er als Cellerar für die wirtschaftliche Verwaltung der rund zwanzig Betriebe der großen Benediktinerabtei im unterfränkischen Münsterschwarzach zuständig, zugleich hatten ihn seine spirituellen Bücher bereits weit über kirchliche Kreise hinaus bekannt gemacht. Doch vor fünf Jahren erkrankte Pater Anselm an Nierenkrebs. Da habe er neu durchleben müssen, was er selbst in seinem Buch über das Alter geschrieben hatte, sagt der heute 75-Jährige nun im Vorwort zur Neuausgabe. Auch die Corona-Krise hat viele der Fragen, die das Buch über das Älterwerden aufwirft, neu in den Blick gebracht.

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