Wenn es den Himmel gäbe
von
Karl-Josef Kuschel
vom 07.10.2012
Wo (mir) Gott fehlt, ist alles gewonnen: So sieht es der Schriftsteller Martin Walser, der sich seit langem mit der Frage beschäftigt, wie eine Gesellschaft sich verändert, wenn ihr die Sehnsucht nach dem göttlichen Du abhanden kommt. (Foto: FotolEdhar – Fotolia, mod.)
»Im Zug redet einer von Gott.
Die Leute schauen Löcher in den Mann.
Dann lächeln sie verständnisvoll
und frösteln.«
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Karl-Josef Kuschel, geboren 1948 in Oberhausen, ist Professor in Tübingen und lehrt Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Katholisch-Theologischen Fakultät. Mit Büchern wie »Weihnachten und der Koran« (2008) zeigt er seine profunde Kenntnis interreligiöser Kontexte. Gleichzeitig ist Kuschel Autor zahlreicher Bücher und Essays zum Thema Religion und Religiosität in Poesie und Prosa. Darunter: »Jesus im Spiegel der Weltliteratur« (2010) und »Das Weihnachten der Dichter« (2011).

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