Deutschlandticket
Das Geld liegt auf der Straße
Unpünktlich, marode, mangelndes Personal: Die Fußball-Europameisterschaft hat einmal mehr gezeigt, wie desolat der Zustand der Deutschen Bahn ist. Um den zu verbessern, werden nun ausgerechnet Mittel fürs Deutschlandticket eingespart, eines der wenigen klima- und sozialpolitischen Vorzeigeprojekte der Ampel. Im Juni nutzten es 11,2 Millionen Menschen. Im kommenden Jahr wird das bisherige 49-Euro-Ticket teurer, wie stark der Preis steigt, ist noch unklar. Das ist ein Irrweg. Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn gleichermaßen in Schienenausbau, Personal und erschwingliche Tickets investiert wird. Diese Bereiche gegeneinander auszuspielen ist kontraproduktiv. Zudem reichen die je 1,5 Milliarden Euro Deutschlandticket-Subventionen von Bund und Ländern nicht annähernd für den nötigen Schienenausbau, für den die Ampel 45 Milliarden Euro bis 2027 veranschlagt hat.
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