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Klima
Ein endlos langer Sommer

Hitze, Dürre, Überflutung: Wir simulieren Normalität, dabei kollabiert gerade die Welt, die wir kennen. Es gilt aufzuwachen. Ein Kommentar.
von Barbara Tambour vom 11.09.2022
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Normalitätssimulation: Urlaub machen am Strand während die Wälder brennen (Zeichnung: Heiko Sakurai)
Normalitätssimulation: Urlaub machen am Strand während die Wälder brennen (Zeichnung: Heiko Sakurai)

Ein langer Sommer geht zu Ende. Monate voller Sonne, unzählige laue Abende im Freien, Sandalen- und T-Shirt-Wetter. Ein Sommer, wie er sein soll für Freibäder und Biergärten, für Urlaube in Deutschland und Gartenpartys. Sonne satt. Unheimlich viel Sonne, unglaublich wenig Regen. Einst feuchte Wiesen gleichen nun einer Steppe, Wälder stehen in Flammen, die Pegel der Flüsse Rhein, Po und Loire erreichen historische Tiefstände. Dürre herrscht in weiten Teilen Europas. Traktoren, die die Felder nach magerer Ernte pflügen, wirbeln weithin sichtbare Staubwolken auf, so trocken ist die Erde. In Pakistan hingegen steht nach sintflutartigen Regenfällen ein Drittel des Landes unter Wasser. Durch die Erderwärmung nehmen solche Extremwetter zu. Unübersehbar sind die gelben, vertrockneten Fichten in den hiesigen Wäldern und die kahlen Flächen, wo sie gefällt wurden. Ein gewohnter Anblick inzwischen. Er irritiert nicht mehr.

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