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Aufgefallen
Es ist etwas zerbrochen

Mirjam Wenzel, die Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt, wurde niedergeschrien – ausgerechnet, weil sie den Dialog suchte.
von Matthias Drobinski vom 21.02.2024
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Für den Dialog: Mirjam Wenzel. (Foto: imago/rheinmainfoto)
Für den Dialog: Mirjam Wenzel. (Foto: imago/rheinmainfoto)

Dass es eine emotionale Diskussion werden würde, hatte Mirjam Wenzel erwartet. Niedergebrüllt zu werden während ihrer Lesung im Hamburger Bahnhof in Berlin – damit hatte die Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt nicht gerechnet. Dass es so gekommen ist, beschäftigt sie immer noch. Die 51-Jährige ist einigermaßen diskurserfahren. Aber derlei Aggression habe sie noch nicht erlebt, sagt sie. Wie sie in ihrem Büro sitzt und erzählt, wie froh sie darüber ist, dass Frankfurt ein anderes Pflaster als Berlin ist und das Jüdische Museum ein geschützter Ort, da ahnt man: Da ist etwas zerbrochen.

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