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AFD-Fraktion
Faschismus ganz normal

Die Personalauswahl der AfD ist schamlos. Ein Kommentar.
von Michael Schrom vom 05.03.2025
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Der kaum verhohlene Faschismus zieht in den Bundestag ein (Zeichnung: Thomas Plassmann)
Der kaum verhohlene Faschismus zieht in den Bundestag ein (Zeichnung: Thomas Plassmann)

Die bayerische Mundart kennt einen derben Ausspruch, um Führungspersonal im Sport oder in der Politik negativ zu beurteilen: »Der (oder die) zerreißt nix.« Auch wenn man den Sinngehalt mit »Der (oder die) bringt es nicht« übersetzen kann, so ist es doch aggressiver formuliert. Denn es suggeriert nicht nur Schwäche, Überforderung oder Inkompetenz, sondern formuliert auch eine Erwartungshaltung: zerreißen. Tatsächlich scheint ein erheblicher Teil der Bevölkerung den Wunsch zu hegen, es mögen Menschen an die Macht kommen, die nicht gestalten, sondern zerreißen. Es scheint egal zu sein, was genau. Die europäische Währung, das Miteinander der Kulturen, die Grenzen des Anstands und des Sagbaren, der Respekt vor Recht und Menschenwürde – anders lässt sich der Erfolg der AfD, deren politische Lieblingsvokabel das Wort »jagen« ist, nicht erklären.

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