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Ukraine
Gegen das Recht des Stärkeren

Mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine konfrontiert Russlands Präsident Putin demokratische Gesellschaften mit überholt geglaubten Mustern. Der Westen muss sich bewähren.
von Alexander Schwabe vom 09.03.2022
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Friede in Europa: hochgradig gefährdet (Zeichnung: Thomas Plassmann)
Friede in Europa: hochgradig gefährdet (Zeichnung: Thomas Plassmann)

Selbstverständlich hätte man die vielen Milliarden, die jetzt ins Militär fließen, lieber in die Bewältigung anderer gewaltiger Aufgaben investiert: in den klimagerechten Umbau der Wirtschaft, in den Pflege- und Gesundheitssektor, in Bildung und Friedenserziehung, in Versöhnungsprojekte und -initiativen, damit es erst gar nicht zu einer Eskalation der Gewalt kommt. Die Unsummen für Rüstung auszugeben wirft Deutschland um Jahrzehnte zurück. Doch zugleich ist der Autokratismus auf dem Vormarsch und die Demokratie global in der Defensive – und gegen Diktatoren zieht Appeasement nicht, die Geschichte lehrt es, und der Angriff Putins auf die Ukraine zeigt es erneut. Daher ist es bitter und alles andere als gut, das Geld nun für Waffen auszugeben – und dennoch ist es richtig. Unter der Prämisse, dass Freiheit und Demokratie, dass das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Integrität und Souveränität von Staaten verteidigungswert sind, ist es erzwungenermaßen notwendig.

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