Aufgefallen
Nicht mehr passiv zuschauen
Als Dokumentarfilmerin hat Eva Bayer schon viel Not gesehen – und immer wieder Menschen getroffen, die sich für andere einsetzen. In Afrika beispielsweise dokumentierte sie die Arbeit von SOS-Kinderdorf. In Afghanistan begleitete sie 2020 einen Musiker, der in der Jury der Fernsehsendung »Afghanistan sucht den Superstar« saß. Dieses Filmprojekt konnte sie wegen der Corona-Pandemie zwar nicht zu Ende bringen, doch freundschaftliche Kontakte zu afghanischen Kulturschaffenden blieben. Die brachten Eva Beyer dazu, die passive Rolle der Beobachterin hinter der Kamera aufzugeben und zur Aktivistin zu werden. Seit Februar leitet sie in Pakistan im Wechsel mit einer Kollegin ein Wohnheim für Afghaninnen und Afghanen, die ihr Heimatland verlassen mussten und bereits eine Aufnahmezusage für Deutschland haben. »Nach der Machtübernahme der Taliban fühlte ich mich hilflos und machtlos, da war es heilsam, etwas machen zu können«, sagt sie.
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