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Diversity
Tschüss, Regenbogen

Donald Trump macht es vor – und traurigerweise machen Politik und Unternehmen in Deutschland es ihm nach: Vielfalt wird wieder gestrichen. Das hat Folgen, nicht nur für queere Menschen. Ein Kommentar.
von Anne Strotmann vom 08.07.2025
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Bunt war gestern, jetzt muss man sich nicht mehr drum kümmern – oder? (Foto: PA/SULUPRESS.DE/Torsten Sukrow)
Bunt war gestern, jetzt muss man sich nicht mehr drum kümmern – oder? (Foto: PA/SULUPRESS.DE/Torsten Sukrow)

Es ist noch nicht lange her, da sah man im Sommer wirklich fast überall Regenbogenfahnen. Selbst queere Menschen belächelten das »Rainbow Washing« von Konzernen ein wenig als Gratismut. Das war, bevor Donald Trump in den USA vormachte, wie leicht Diversity demontiert werden kann. Jetzt lässt sich auch in Deutschland der Rückfall in eine politische Kultur beobachten, die Vielfalt nicht mehr selbstverständlich als Auftrag sieht. Deutsche Unternehmen wie die Telekom oder SAP stellen ihre Diversitäts- und Inklusionsprogramme ein – aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen im US-Markt. In Berlin wird das Kita-Bildungsprogramm überarbeitet: Queere Perspektiven, Geschlechtervielfalt und Auseinandersetzung mit Diskriminierung – das strich die CDU aus dem Entwurf. Regenbogenflaggen verschwinden aus dem öffentlichen Raum, auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner geizt mit symbolischer Unterstützung und hält das für Neutralität.

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