Kommentar
Weil es höflich ist
Wie froh war ich, am Ende der Corona-Pandemie die blöde Maske wieder los zu sein. Heilfroh, mich nicht mehr halbblind mit beschlagener Brille durch die Welt zu tasten, nicht mehr die Verkäuferinnen beim Bäcker anschreien zu müssen, damit sie verstehen, was ich will. Glücklich, nicht mehr in Jackentaschen und Rucksäcken angeschmutzte Exemplare mit unklarer Erstnutzung finden und entsorgen zu müssen. Da war sie wieder, die Freiheit. Und ich dachte mir: Die nächste Atemmaske trägst du, wenn du mit dem Presslufthammer eine Wand einreißt oder mit der Sprühpistole ein Auto neu lackierst. Vorher nicht.
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