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Auf dem Pulverfass

Ende letzten Jahres wurde ein maroder Atomreaktor in der umkämpften Ostukraine abgeschaltet. Zu viel Radioaktivität trat aus. Doch jetzt läuft er weiter
von Bernhard Clasen vom 16.01.2015
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KKW Saporoschja: Eins von vier maroden Kernkraftwerken in der Ukraine (Foto: Wikipedia)
KKW Saporoschja: Eins von vier maroden Kernkraftwerken in der Ukraine (Foto: Wikipedia)

Im Südosten der Ukraine, in Saporoschja, hat sich ein Atomunfall ereignet. Mit dieser lapidaren Mitteilung hatte der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk Anfang Dezember ganz Europa in Schreckensstarre versetzt. Schließlich ist Saporoschja nicht nur Europas größtes Atomkraftwerk, es liegt gerade einmal 200 Kilometer vom Gebiet Donezk entfernt: dem Zentrum der Kämpfe in der Ostukraine. Und so bleibt trotz des umgehenden Dementis des ukrainischen Energieministers Wolodimir Demtschischin die Angst vor einer erneuten Havarie. Die ist nicht unbegründet. Wenig später, Ende Dezember, wurde zweimal ein Reaktorblock mit einer Notabschaltung kurzfristig vom Netz genommen. Russischen Quellen zufolge sei die Radioaktivität in unmittelbarer Nähe des Reaktors von Saporoschja in den letzten Dezembertagen um das 16-Fache höher gewesen als »normal«.

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Schlagwörter: Atomkraft Tschernobyl Ukraine
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