Zur mobilen Webseite zurückkehren

Forensikerin in Syrien
Dem Schrecken Namen geben

Vor einem Jahr wurde das Assad-Regime in Syrien gestürzt. Sara Melhem ist die einzige Forensikerin in Damaskus. Sie arbeitet unermüdlich daran, die Opfer des Assad-Regimes zu identifizieren. Damit wenigstens die Angehörigen ein Stück Würde zurückbekommen.
von Constantin Wißmann vom 08.12.2025
Artikel vorlesen lassen
< 1/1 >
Trauer, aber auch endlich ein Abschied: Diese Frau hat die Gewissheit, dass eines der Opfer zu ihr gehört. (Foto: Sebastian Backhaus)
Trauer, aber auch endlich ein Abschied: Diese Frau hat die Gewissheit, dass eines der Opfer zu ihr gehört. (Foto: Sebastian Backhaus)
< 1/1 >

Es ist die Hoffnung, die einen fertigmacht. So erzählen es die Angehörigen oft, wenn sie über vermisste Menschen sprechen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass die geliebte Person noch einmal auftaucht: Solange es keine absolute Gewissheit über den Tod gibt, ist ein Abschied unmöglich. Die Forensikerin Sara Melhem weiß das. Den Toten einen Namen, eine Identität zu geben, darin sieht sie den Sinn ihres Berufes, erzählt sie am Telefon. Sie hat dafür gekämpft, dass sie ihn ausüben kann. Die 27-Jährige ist eine der jüngsten in ihrem Metier in Syrien und die einzige Forensikerin in Damaskus.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0