Zur mobilen Webseite zurückkehren

Kolumbien
Der Kampf der verwaisten Mütter

Während des kolumbianischen Bürgerkriegs tötete die Armee junge Zivilisten und gab sie als Guerilleros aus. Ein Frauen-Kollektiv erinnert an dieses Verbrechen.
von Frank Brassel vom 16.03.2024
Artikel vorlesen lassen
Schmerzhafte Erinnerung: Die Frauen von »Madres de los Falsos Positivos« bei einer Versöhnungszeremonie mit Armeeangehörigen(Foto: PA / AA / Juancho Torres)
Schmerzhafte Erinnerung: Die Frauen von »Madres de los Falsos Positivos« bei einer Versöhnungszeremonie mit Armeeangehörigen(Foto: PA / AA / Juancho Torres)

Frauen, begraben in dunkler, fruchtbarer Erde. Bei manchen schauen nur die Gesichter und Haare hervor, bei anderen ein Arm. Ernste Gesichter, würdige Gesichter, die Schmerz, aber auch Widerstand zum Ausdruck bringen. Sie liegen in der Erde, in der das kolumbianische Militär Jahre zuvor ihre ermordeten Kinder verscharrt hatte. Bei den Bildern handelt es sich um die »Madres Tierra«, die Mütter der Erde, ein Projekt des Fotografen Carlos Saavedra. Er hat die Frauen fotografiert, es sind allesamt Mütter und Mitglieder des Kollektivs »Mafapo«. Das Projekt erinnert an ein besonders perfides Verbrechen des kolumbianischen Bürgerkriegs.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0