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Protestbewegung
Die Knospen des Arabischen Frühlings

Zehn Jahre nach dem Ausbruch in Nordafrika und im Nahen Osten sehen viele die Erneuerungsbewegung als gescheitert an. Doch sie ist nicht am Ende, sie geht in eine reifere Phase mit neuen Formen des Protests.
von Claudia Mende vom 09.12.2020
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Der Tahrir-Platz in Kairo im April 2011 (Foto: Barry Iverson/Alamy Stock Photo)
Der Tahrir-Platz in Kairo im April 2011 (Foto: Barry Iverson/Alamy Stock Photo)

Es war wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, der einen Tsunami auslöst. Am 17. Dezember 2010 verbrannte sich der Gemüsehändler Mohammed Bouaziz in der tunesischen Stadt Sidi Bouzid. Die Selbsttötung des 26-jährigen Mannes, der sich von Polizei und Behörden schikaniert sah, führte zu Massenprotesten in der ganzen Region. Zunächst in Tunesien, später in Ägypten, Libyen, Jemen und fast allen Ländern der Region gingen Tausende auf die Straße, um gegen ihre jeweiligen Regime zu demonstrieren. Jahrzehntelang angestauter Unmut über autoritäre Gängelung, Korruption und Misswirtschaft brach sich Bahn.

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