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Linke Politik
Erst ziemlich woke, jetzt fast tot

Die Linke steckt in der Existenzkrise. Damit entsteht in der Parteienlandschaft eine Lücke. Kann Sahra Wagenknecht sie füllen? Eine Analyse.
von Rainer Balcerowiak vom 27.03.2023
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(Illustration: pa/diekleinert.de/Kostas Koufogiorgos)
(Illustration: pa/diekleinert.de/Kostas Koufogiorgos)

Ein Umbruch bahnt sich an in der deutschen politischen Landschaft. Denn »Die Linke« ist auf dem Weg, ihre Rolle als bundesweit relevante Kraft zu verspielen. Mit der Ankündigung der Ex-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, nicht mehr für die Partei antreten zu wollen, steht diese endgültig mit dem Rücken zur Wand. Schon die vergangenen Jahre waren geprägt von einer Serie von schweren Niederlagen bei Landtagswahlen, und auch der erneute Einzug in den Bundestag gelang nur um Haaresbreite. Mit dem Verlust an Stimmen einher geht eine Krise der Glaubwürdigkeit. Gerade in ihrem einst identitätsstiftenden Politikfeld, der sozialen Gerechtigkeit, werden der Linken von den Wählern kaum noch Kompetenzen attestiert. Entsprechend drastisch waren die Verluste besonders in den alten Kernklientelen, bei Arbeitern, Kleinrentnern und anderen einkommensarmen Menschen, vor allem in den ostdeutschen Bundesländern.

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