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Europa, aber richtig!

»Die Europäische Union steckt in der Krise. Und viele Bürger sind durchaus schadenfroh. Aus meiner Sicht ist das eine Katastrophe. Denn ich bin ein leidenschaftlicher Europäer.« Der Zwischenruf von Wolfgang Kessler – zur Titelgeschichte im neuen Publik-Forum
von Wolfgang Kessler vom 08.05.2014
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Mit Europa fliegen lernen: Dass ein einiges Europa vielen Ideen und Idealen zum Durchbruch verhelfen kann, ist immer noch bei viel zu wenigen Europäern angekommen. Die Wahlbeteiligung an Europawahlen ist traditionell deutlich schlechter als die an Bundestagswahlen. (Foto: Europäische Kommission)
Mit Europa fliegen lernen: Dass ein einiges Europa vielen Ideen und Idealen zum Durchbruch verhelfen kann, ist immer noch bei viel zu wenigen Europäern angekommen. Die Wahlbeteiligung an Europawahlen ist traditionell deutlich schlechter als die an Bundestagswahlen. (Foto: Europäische Kommission)

Die Europawahlen vor der Tür, Europa ständig in der Diskussion: Eigentlich sind dies goldene Zeiten für einen leidenschaftlichen Europäer wie mich. Doch gerade jetzt hat Die Europäische Union schlechte Karten: Für viele Bürgerinnen und Bürger sitzen in Brüssel vor allem Bürokraten, denen die Krümmung der Gurke ein Herzensanliegen sei und sonst nichts. Rechtspopulisten wollen raus aus dem Euro und am liebsten alle Muslime loswerden. Die Südeuropäer leiden unter dem Spardiktat aus Brüssel, jeder zweite junge Spanier, Grieche und Italiener ist arbeitslos.

Zu weibisch, zu schwul, zu multikulturell?

Viele Amerikaner halten »Old Europe« für einen Fall für den NSA. Und für viele Russen ist Europa »zu weibisch, zu schwul und zu multikulturell«, wie der Schriftsteller Viktor Jerofejew schreibt. Ist die Europäische Union ein dekadentes Auslaufmodell? Hoffentlich nicht, kann ich da nur sagen. Denn Europa ist ein einzigartiges Projekt.

Gegen die Brutalos in Washington, Moskau und Peking

Es ist die einzige Staaten-Gemeinschaft der Welt, die wirklich Todfeinde versöhnt hat, die sich zu Aufklärung und Toleranz bekennt und Ziele wie Gerechtigkeit, Umweltschutz und Wohlstand wenigstens zusammen denkt. Damit unterscheidet sie sich grundsätzlich von dem brutalen Kapitalismus der US-Amerikaner und von den autoritären Regimen in Russland und China. Wer die Welt nicht den Brutalos in Washington, Moskau und Peking überlassen will, muss die Europäischen Union als Gegenmodell stärken. Europa? Ja! Aber richtig! So heißt die Losung. Wie dies geschehen könnte, lesen Sie in der aktuellen Printausgabe von Publik-Forum (09/2014).

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Personalaudioinformationstext:   Wolfgang Kessler ist Chefredakteur von Publik-Forum. Von ihm erschien vor kurzem das Buch »Zukunft statt Zocken. Gelebte Alternativen zu einer entfesselten Wirtschaft« in der Publik-Forum Edition.
Die Ausgabe 9/2014 von Publik-Forum erscheint am Freitag, 9. Mai 2014. Sie können Wolfgang Kesslers Titelgeschichte auch online lesen, bereits vor Erscheinen der Print-Ausgabe. Nutzen Sie dazu unseren Premium-Zugang, vier Wochen kostenlos, danach für Abonnenten zum Preis von 19,99 Euro im Jahr, für Nichtabonnenten kostet der Premium-Zugang 102 Euro im Jahr. Sie sind an einem Publik-Forum-Abo interessiert? Hier können Sie Publik-Forum bestellen – und drei Ausgaben kostenlos lesen.
Schlagwort: Europäische Union
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