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Wertebasierte Außenpolitik
Frieren für Frieden

Wirtschaftsinteressen sind der Politik oft wichtiger als Werte. Die Hoffnung auf »Wandel durch Handel« wird angesichts des Krieges in der Ukraine zur Illusion. Muss der Druck auf Autokraten höher werden? Zu welchem Preis?
von Ulrike Scheffer vom 10.03.2022
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Energiefrage: umstrittene Haltung gegenüber Russland (Foto: pa/dpa)
Energiefrage: umstrittene Haltung gegenüber Russland (Foto: pa/dpa)

Die deutsche Außenministerin wiederholt dieser Tage folgenden Satz geradezu mantrahaft: »Frieden und Freiheit haben kein Preisschild.« Und meist fügt sie hinzu: »Nachteile nehmen wir dafür in Kauf.« Sie meint damit: Nachteile für die deutsche Wirtschaft und mögliche Engpässe bei der Energie-, vor allem der Gasversorgung, weil Deutschland und die EU das russische Regime für seinen Angriffskrieg in der Ukraine mit Sanktionen belegen. Die Bürger tragen das mit: »Für Frieden bin ich gern bereit zu frieren«, brachte ein Teilnehmer einer Anti-Kriegsdemonstration in einem Interview die Stimmung auf den Punkt.

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