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Gefährlicher Egoismus

Immer mehr Ökonomen warnen vor den Folgen einer wachsenden sozialen Ungleichheit in Deutschland. Doch die Mehrheit der Bundesbürger lehnt eine gerechtere Verteilung des Reichtums ab. Was nun? Die Titelgeschichte in der neuen Ausgabe von Publik-Forum
von Wolfgang Kessler vom 03.11.2016
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Die einen kommen kaum über die Runden, die anderen kaufen, kaufen, kaufen: Wer hat, will möglichst wenig weitergeben von seinem Reichtum.(Foto: pa/McPHOTO)
Die einen kommen kaum über die Runden, die anderen kaufen, kaufen, kaufen: Wer hat, will möglichst wenig weitergeben von seinem Reichtum.(Foto: pa/McPHOTO)

Nirgends sonst in der Eurozone sind die Vermögen ungleicher verteilt als in Deutschland«, sagt der Ungleichheitsexperte Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Deshalb tagt derzeit kaum eine kirchliche Versammlung, kein Kongress einer Partei links von der Mitte und kaum eine Basisorganisation, ohne dass vehement eine gerechtere Verteilung des Reichtums gefordert wird. Doch so einleuchtend diese Forderung klingt, so zweischneidig reagiert die Bevölkerung auf diese Debatte. Natürlich sind alle grundsätzlich für Gerechtigkeit. Doch Vorschläge nach einer Umverteilung des Reichtums sind alles andere als willkommen. Dies wiederum erzürnt viele Wirtschaftsexperten – und bei Weitem nicht nur linke. Denn sie halten die wachsende soziale Ungleichheit gerade in Deutschland nicht »nur« für ein moralisches Problem, sondern für ökonomisch gefährlich.

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