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Seenotrettung
Gerade noch wiederbelebt

Im Mittelmeer ertrinken wieder mehr Flüchtlinge als zuletzt. Der Arzt Gerhard Trabert erzählt von seinem soeben zu Ende gegangenen Rettungseinsatz.
von Ludwig Greven vom 06.09.2021
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Kamen die Retter zu spät? Verlassenes Holzboot auf dem Mittelmeer. (Foto: PA/Daniel Kubirski)
Kamen die Retter zu spät? Verlassenes Holzboot auf dem Mittelmeer. (Foto: PA/Daniel Kubirski)

»Bei unserem ersten Einsatz kamen wir zu spät«, berichtet der Mainzer Arzt Gerhard Trabert, der gerade zwei Wochen lang auf dem Beobachtungsschiff Nadir der Organisation Resqship unterwegs war. »Das Boot war leer, als wir zusammen mit der Seawatch 3 fünf Stunden nach dem Alarmruf eintrafen. Die libysche Küstenwache hatte die 87 Kinder, Frauen und Männer schon geborgen.« Die von der EU ausgebildete und finanzierte Truppe bringt die Flüchtlinge nach Libyen zurück, wo sie oft wieder misshandelt werden und Zwangsarbeit leisten müssen, um das Geld für eine neue Überfahrt zu bezahlen.

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