Krieg im Kongo
Jeder gegen jeden
Geht es nach US-Präsident Donald Trump, dann stehen der Demokratischen Republik Kongo gute Zeiten bevor. Dank der »beispiellosen Arbeit« der US-Regierung befinde sich das seit 30 Jahren von immer wieder aufflammenden Kriegen erschütterte zentralafrikanische Land nun in einer »Position des Friedens«, verkündete Trump Anfang Mai. Der Krieg konzentriert sich auf den Ostkongo, wo die Rebellengruppe M23 seit Jahresbeginn große Gebiete und zwei Millionenstädte unter ihre Kontrolle gebracht hat. Die Miliz wird nach weitverbreiteter Ansicht von Ruanda unterstützt, die ruandische Regierung bestreitet dies.
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Dominic Johnson ist Ko-Leiter des taz-Auslandsressorts.

