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Entwicklungsländer in der Schuldenfalle

Angesichts der Corona-Krise wird ein neuer Schuldenerlass für den Süden gefordert. Doch warum sind so viele Saaten schon wieder hoch verschuldet?
von Ulrike Scheffer vom 07.05.2020
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Corona verschärft das Elend (Foto: pa/ap/Tsvangirayi Mukwazhi)
Corona verschärft das Elend (Foto: pa/ap/Tsvangirayi Mukwazhi)

Die Rauchsäulen in den Straßen Santiagos sind erloschen. Viele Monate gehörten Brandsätze und die Demonstranten, die sie in ihrer Wut auf Polizisten schleuderten, zum täglichen Bild in der chilenischen Hauptstadt. Der Protest richtete sich gegen den Sparkurs der konservativen Regierung. Entzündet hatte er sich an der Erhöhung der Fahrpreise für die Metro. Darüber hinaus klagen Studenten und Schüler über das marode Bildungs- und Gesundheitssystem. Weil Chile hoch verschuldet ist, bleiben wichtige Investitionen aus. Das Land ist kein Einzelfall. Ägypten, Libanon, Argentinien, Ecuador, in vielen Ländern gab es vor der Corona-Krise Sozialproteste. Auch dort fließt viel Geld in den Schuldendienst, das dann für Sozialausgaben fehlt. Oft werden Sozialleistungen sogar zurückgefahren.

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