Sozialprotokoll
»Schritte ins Neuland«
Vor Kurzem ist ein Gedicht von mir in der »Frankfurter Bibliothek – Jahrbuch für das neue Gedicht« erschienen. Wer meine Geschichte nicht kennt, kann nicht erahnen, was das für mich bedeutet. Ich bin Legastheniker. Der Weg vom Wort in meinem Kopf zum geschriebenen Wort auf einem Blatt Papier war deshalb schon immer ein Hindernislauf für mich. In der Grundschule war ich so schlecht in Deutsch – meine Diktate waren komplett rot –, dass meine Lehrer mir keine Note darauf geben wollten und meinen Eltern empfahlen, mich auf die Sonderschule zu schicken. Meine Mutter aber bestand auf Noten und sagte: »Jetzt hat er eine Sechs, wenn er auf eine Vier kommt, wird er sich freuen.«
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