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Leben mit Geflüchteten
Was uns geritten hat

Warum machen wir das? Das fragte sich unsere Autorin öfters, als eine syrische Familie bei ihr im Haus lebte. Trotz aller Probleme: Heute weiß sie die Antwort.
von Eva-Maria Lerch vom 07.08.2025
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Ein neues Getränk im Haus: Starker, süßer Tee, wie er in der arabischen Welt beliebt ist. (Collage / Fotos: pa / Westend61; KNA / Jörg Loeffke)
Ein neues Getränk im Haus: Starker, süßer Tee, wie er in der arabischen Welt beliebt ist. (Collage / Fotos: pa / Westend61; KNA / Jörg Loeffke)

Heute frage ich mich manchmal, was uns damals geritten hat, uns auf dieses waghalsige Unternehmen einzulassen: Im Dezember 2014 haben mein Mann und ich eine Verpflichtungserklärung für eine syrische Familie unterschrieben und uns offiziell bereit erklärt, das Ehepaar, seine zwei Töchter und den kleinen Sohn in unser Haus aufzunehmen und auch finanziell zu versorgen (Publik-Forum 16/2015). Wir kannten Yussuf, den ältesten Sohn der Familie, und wollten ihm helfen, seine Eltern und Geschwister aus dem Krieg zu holen. Die örtliche Flüchtlingsinitiative hatte uns versichert, dass Syrer nach wenigen Wochen Asyl erhalten, staatliche Unterstützung bekommen und in eine eigene Wohnung ziehen könnten. Das kam dann alles ein bisschen anders.

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