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Macht und Missbrauch

Sexuelle Gewalt lebt von der Gesellschaft, die sie toleriert. Und kann nur durch schonungslose Haltung gestoppt werden
von Eva-Maria Lerch vom 01.06.2011
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»Ich dachte, ich wäre gut gewappnet«, sagt Christine Bergmann. »Aber ich habe hier von Leidenswegen erfahren, die ich mir in diesem Ausmaß so nicht habe vorstellen können. Das hat mich persönlich sehr mitgenommen.« Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung hat jetzt ihren Abschlussbericht vorgelegt – das Fazit aus mehr als 13 000 Anrufen und Briefen, die sie und ihre Mitarbeiter gelesen, gehört und ausgewertet haben. 13 000 Berichte über Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Manipulationen und Gewalt an kleinen Mädchen und Jungen. Die meisten Verbrechen, die innerhalb von Institutionen verübt wurden, betrafen die katholische Kirche. Sechzig Prozent der Fälle ereigneten sich in Familien.

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