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Madame Curie hat immer ein Pils

Weinen und Lachen im Hospiz: Mein Mann hat Krebs. Ein Erfahrungsbericht über die bürokratischen Hürden des Sterbens, eine treue Freundin und halbe Perücken
von Sandra Berger vom 05.06.2012
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Von der medizinischen Klinik ging es auf die Palliativstation und von der Palliativstation ging es ins Hospiz. Mein Mann hat Krebs, er wird nicht mehr lange leben. Während sich draußen die Welt mit der Frage beschäftigt, ob Markus Lanz als Nachfolger von Thomas Gottschalk taugt, suche ich die beste Windelsorte und streite um die Pflegestufe. Auch ich konnte bis vor Kurzem Worte wie Krebs, Sterben und Tod erfolgreich verdrängen. Ich konnte mir einreden, dass es nur andere betrifft, dass es etwas ist, was man im Fernsehen, mit rührseliger Musik unterlegt, beim Zappen zufällig mal findet. Oder dass es einen erst erwischt, wenn man um die neunzig ist. Weit gefehlt. Vor wenigen Jahren wurde bei meinem Mann ein Prostatakarzinom festgestellt. Das hat gestreut. Ich frage mich, was mehr als sechzig Metastasen allein im Hirn anrichten, von denen in anderen Organen ganz zu schweigen.

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Schlagwörter: Hospiz Krebs sterben
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