Vorgespräch
Braucht der Krieg das Patriarchat?

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Publik-Forum: Herr Rosowski, warum organisieren Sie eine Tagung zum Thema »Krieg und Geschlecht«?
Martin Rosowski: Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine bemerken wir eine Veränderung in den Debatten. Dass in der Ukraine Männer, die als Soldaten kämpfen, wieder positiv gesehen werden, während Frauen die Fürsorge für die Kinder übernehmen und fliehen müssen, erstaunt nicht. Doch dass dieses positive Bild vom Krieger auch in Deutschland sogar von Männern übernommen wird, die Emanzipation für wichtig erachten, hat uns beim Evangelischen Zentrum Frauen und Männer stutzig gemacht. Männer denken plötzlich darüber nach, ob ihre Kriegsdienstverweigerung richtig war, oder nehmen sie sogar nachträglich zurück. Daher wollen wir über d
»Braucht der Krieg das Patriarchat?
Protestantische Perspektiven auf die Wechselwirkungen von Krieg und Geschlecht.« Am Montag, 27.11.2023, 11 bis 17 Uhr, im Haus der Kirche,
Wilhelmshöher Allee 330 in Kassel.
www.evangelisches-zentrum.de

Georg Lechner 18.11.2023, 18:25 Uhr:
Ja, der Krieg braucht das Patriarchat (besonders wegen der patriarchalen Besitzverhältnisse im Rüstungssektor) - was ja weltweit zu sehen ist. Daneben braucht der Krieg die Trottoirblätter und die Angst der Politiker vor der medialen Hinrichtung, wenn sie sich gegen Aufrüstung und psychologische Kriegsvorbereitung stellen.
Rosa Luxemburg hat 1913 kritisch angemerkt, dass der Rüstungssektor der Haupthebel der Kapitalvermehrung ist, weil er dank politischer und medialer Schützenhilfe Profite unabhängig von der Massennachfrage/ Konjunktur garantiert. Gerade die Jahrzehnte seit dem Endsieg des Neoliberalismus zeigen deutlich, wie recht sie damit hatte (leider!).