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Die schwierige Bibel
Bewahren oder untertan machen?

Die Alttestamentlerin Dorothea Erbele-Küster über die unterschiedliche Akzentsetzung in den Schöpfungserzählungen.
vom 27.11.2025
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Führt zur nächsten Frage: In Hieronymus Boschs »Garten der Lüste« hat offenbar nicht Gott Vater die Menschen erschaffen, sondern – sehr ungewöhnlich – der Sohn. Jedenfalls ist er es, der Eva ihrem Mann zuführt. (Foto: Wikipedia)
Führt zur nächsten Frage: In Hieronymus Boschs »Garten der Lüste« hat offenbar nicht Gott Vater die Menschen erschaffen, sondern – sehr ungewöhnlich – der Sohn. Jedenfalls ist er es, der Eva ihrem Mann zuführt. (Foto: Wikipedia)

Die Welt »bebauen und bewahren« auf der einen, sie »untertan machen« auf der anderen Seite. Wie es zu diesem Widerspruch kommt, fragt Leser Ludwig Brügmann. Tatsächlich zielt die Bestimmung des Menschen in den beiden Schöpfungserzählungen in unterschiedliche Richtungen und hat einen anderen Erfahrungshintergrund. Der erste Schöpfungsbericht überträgt die altorientalische Herrschaftsideologie auf alle Menschen. Dieser sogenannte Herrschaftsauftrag legitimierte für den Okzident Ausbeutung und Kolonisierung der Erde – obgleich der Text selbst mit seinem Refrain »und Gott sah, dass es gut ist« eine kosmische Vision beschreibt.

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