Fulbert Steffensky über Ostern und Auferstehung
Das große Spiel der Hoffnung
Welche Tage drängen sich da vor Ostern zusammen: Der Tag des Einzugs des Gesegneten in Jerusalem, der Tag des gebrochenen Brotes, der Freitag, an dem einer ruft: Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Diese Frage stellt nicht irgendeiner. Der Gottverlassene ist der, in dem die Christen das Antlitz Gottes erkennen. Man erzählt sich dies und das über Götter: Sie seien stark und nichts könnte sie verwunden; sie lebten in unzerstörbarer Seligkeit; sie seien souverän, den Menschen geneigt und öfter noch feindselig gegen sie. Aber was ist bewundernswert an der Stärke der Starken und an der Seligkeit der Unverwundbaren? Das ist der natürliche und erwartbare Lauf der Dinge.
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Fulbert Steffensky,geboren 1933, gehört zu den bekanntesten geistlichen Schriftstellern. Der Religionspädagoge war Benediktiner in Maria Laach, konvertierte 1969 zum lutherischen Bekenntnis und heiratete Dorothee Sölle. Er lebt in Luzern.

Ostern
