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Pfingsten als Fest der Vielfalt
Das Hörwunder

In diesen Tagen feiern die Kirchen Pfingsten – aber leben sie es auch? Eine pfingstliche Kirche wäre eine, die Vielfalt nicht toleriert, sondern als Ressource begreift. Das kann unbequem sein.
von Sarah Vecera vom 21.05.2026
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(Foto: IMAGO/Funke Foto Services/ChristofxK)
(Foto: IMAGO/Funke Foto Services/ChristofxK)

Der Pfingstwind fegt nicht nur durch verschlossene Türen, er reißt Mauern ein. Als die Jünger*innen in Jerusalem plötzlich fremde Sprachen sprechen, entsteht keine Einheitssprache, sondern ein vielstimmiges Gewirr. Menschen aus Mesopotamien, Kreta und der arabischen Halbinsel – sie alle hören Gottes Taten in ihrer Muttersprache. Dieses Wunder ist kein sprachliches Kunststück, sondern ein politisches Manifest: Gottes Reich gründet nicht auf Assimilation, sondern darauf, dass jede*r mit der eigenen Stimme gehört wird.

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