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Tod von Papst Benedikt
Das Paradies spricht bairisch

Mit dem emeritierten Papst verlieren die Konservativen ihre Galionsfigur: einen Theologen, der alle Intelligenz daran setzte, den Glauben seiner Kindheit zu retten. Umso heftiger ist ihr Bemühen, Joseph Ratzinger als »Kirchenlehrer der Neuzeit« zu positionieren
von Michael Schrom vom 05.01.2023
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Zum Paradiese mögen Engel dich geleiten: Abschied von Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz (Foto: KNA)
Zum Paradiese mögen Engel dich geleiten: Abschied von Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz (Foto: KNA)

Am Ende des Trauergottesdienstes kamen sie doch, aber nur vereinzelt und leise: Die »Santo-Subito«-Rufe und ein Plakat mit der Forderung nach sofortiger Heiligsprechung. Doch was der langjährige Privatsekretär des emeritierten Papstes, Georg Gänswein, vor der Beerdigung medienwirksam insinuierte, trat nicht ein. Das Requiem war gerade keine Würdigung von Benedikts Theologie. Kein Wort dazu in der Predigt von Papst Franziskus. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Hintergrund sehr wohl von Benedikt-Anhängern an dem Narrativ gearbeitet wird, der emeritierte Papst sei ein Kirchenlehrer der Neuzeit gewesen. Kein Nachruf, der ihn nicht als herausragenden, glänzenden Theologen würdigt. »Zweifellos konnte das Pontifikat das Potenzial nicht ausschöpfen, das in der Person dieses Papstes gegeben war«, schwärmt sein Biograf Peter Seewald. Aber worin besteht das Erbe des »Philosophenpapstes«? Und wo weist es in die Zukunft?

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