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Der achte Tag

von Detlef Baer, Aachen
vom 24.06.2020
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Sie sahen wundersame Sträucher, Bäume,
Pflanzen auch mit krabbelnden Insekten,
die Natur besetzte alle Räume,
die sie erst nach und nach entdeckten.

Sie probierten Beeren, Obst und von den Früchten, genossen viel und schmeckten auch das Schlechte, glaubten sehr bald, sie wüßten, was das Falsche, was das Rechte.

Sie sprachen dann: wir plagten uns,
ja es war Plage noch zunächst,
aber es war ja unser Wunsch,
dass die Natur in unserm Garten wächst.

Immer größer wurden die Felder,
immer größer der Mäuler Zahl,
und sie wurden immer älter,
Wachstum wurde bald zur Qual.

Doch dann halfen die Maschinen,
und es half auch die Struktur,
von Kohle und Öl getriebene Turbinen,
beherrschten die Natur.

Die Erde wurde ihnen untertan,
übers Meer bis in den Himmel reichte ihre Macht, wie in einem Wachstumswahn, wurden die Früchte der Natur verprasst.

Satt wurden jetzt fast alle,
die einen mehr, sehr viele kaum,
doch führte dieser Weg zur Falle,
zurück holte die Natur den Raum.

Ich spreche von der Vergangenheit,
von gewesenem Geschehen,
vor gar nicht so langer Menschenzeit,
war der Prozeß sogar zu sehen.

Jetzt ist der achte Tag beendet,
der Schöpfungsakt verblasst,
die Schöpfungsidee ist abgewendet,
das letzte Licht wird ausgemacht.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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Schlagwort: Natur
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