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Dietrich Bonhoeffer
Der Mensch für andere

Vor 80 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer ermordet. Als Pazifist ging er in den Widerstand gegen Hitler. Was bleibt von seinem theologischen Erbe?
von Christoph Fleischmann vom 09.04.2025
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Im Dasein für andere Gott finden: Dietrich Bonhoeffer (1906-1945). (Foto: pa/akg-images)
Im Dasein für andere Gott finden: Dietrich Bonhoeffer (1906-1945). (Foto: pa/akg-images)

Was mich unablässig bewegt, ist die Frage, was das Christentum oder auch wer Christus heute für uns eigentlich ist.« So schrieb Dietrich Bonhoeffer 1944 aus der Haft an seinen Freund Eberhard Bethge. »Die Zeit, in der man das den Menschen durch Worte – seien es theologische oder fromme Worte – sagen könnte, ist vorüber, ebenso die Zeit der Innerlichkeit und des Gewissens und das heißt eben die Zeit der Religion überhaupt. Wir gehen einer völlig religionslosen Zeit entgegen.« Nach dem Krieg veröffentlichte Bethge diese Briefe. Ein einzigartiges theologisches Buch, das bis heute fesselt, weil man weiß, dass der Autor am Ende des Buches tot sein wird – und dies seine letzten Gedanken sind. Angesichts des drohenden Todes fragt ein evangelischer Pastor ehrlich und unabgeschlossen nach dem, was er »wirklich« glaubt und was angesichts seines eigenen Schicksals und dem seines Landes trägt: Die Religion ist es nicht.

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