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Neues Gottesbild
Die kirchliche Trinitätslehre ist überholt

Es geht nicht darum, die Trinitätslehre anders zu interpretieren, sondern sie deutlich zu kritisieren. Eine Entgegnung auf Joachim Negel.
von Hermann Häring vom 01.01.2024
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Vater, Sohn und Heiliger Geist - noch zeitgemäß? Mittelalterliche Darstellung der Dreifaltigkeit (Foto: PA)
Vater, Sohn und Heiliger Geist - noch zeitgemäß? Mittelalterliche Darstellung der Dreifaltigkeit (Foto: PA)

In drei Anläufen hat Joachim Negel den christlichen Glaubenssatz vom dreifaltigen Gott erläutert (Publik-Forum 2, 5, 7/2023). Er tat dies auf hohem und zugleich verständlichem Niveau; man kann ihm an keinem Punkt widersprechen. Dennoch habe ich mit den Ergebnissen meine Probleme. Es ist nicht die Interpretation, die zum Unbehagen führt, sondern das vorgegebene Glaubenskonstrukt selbst, das Negel verteidigt. Wofür genau tritt er ein? Bis heute sind ja die Kernbegriffe dieser Lehre (Dreieinigkeit und Dreifaltigkeit, Wesen und Person) ebenso ungeklärt wie die genaue Rolle, die der Sohn zwischen Vater und Geist spielt. Zwischen Ost- und Westkirche ist das nach wie vor heiß umstritten.

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