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Antisemitismus
Ein Kardinal mit Gewissensbissen

Die Polnische Bischofskonferenz schreibt einen Hirtenbrief gegen Antisemitismus und erntet dafür heftigen Protest, auch in den eigenen Reihen.
von Jan Opielka vom 24.05.2026
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Beim Freundschaftsbesuch 1986: Papst Johannes Paul II. und Rabbiner Elio Toaff. (Foto: KNA-Bild)
Beim Freundschaftsbesuch 1986: Papst Johannes Paul II. und Rabbiner Elio Toaff. (Foto: KNA-Bild)

Es kommt im Polen von heute nicht mehr gut an, den – immerhin heiliggesprochenen – Karol Wojtyla zu würdigen und die eigenen Landsleute dazu aufzurufen, seinem Beispiel zu folgen. Diese Erfahrung mussten nun auch die katholischen Bischöfe machen. Ihr jüngster Hirtenbrief ist nicht nur bei rechtskonservativ-nationalistischen Politikern auf Empörung gestoßen, sondern auch in der eigenen Kirche. Dort weigerten sich offenbar viele Pfarrer aus Protest, das Schreiben bei der Sonntagsmesse zu verlesen.

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