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In memoriam Hans Küng
Ein Leben für die Freiheit der Christen

Mit dem Tod des Theologen Hans Küng verstummt eine der bedeutendsten kritischen Stimmen der Christenheit. Der Jahrhundert-Theologe hinterlässt tiefe Spuren in deren Geschichte.
von Wolf Südbeck-Baur vom 08.04.2021
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Kölner Dom, 1995: Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom Stein-Gymnasiums Lünen werben für das Kirchenvolksbegehren. In der Mitte: Hans Küng. Neben ihm: Publik-Forum-Mitbegründer Dieter Grohmann (li) und Christian Weisner (re), Mitbegründer von »Wir sind Kirche« (Foto: pa/dpa/ Roland Scheidemann)
Kölner Dom, 1995: Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom Stein-Gymnasiums Lünen werben für das Kirchenvolksbegehren. In der Mitte: Hans Küng. Neben ihm: Publik-Forum-Mitbegründer Dieter Grohmann (li) und Christian Weisner (re), Mitbegründer von »Wir sind Kirche« (Foto: pa/dpa/ Roland Scheidemann)

Als Hans Küng 2018 im März neunzig Jahre alt geworden war, platzte der Festsaal der Universität Tübingen aus allen Nähten. Symbolträchtig: Margot Käßmann, zurückgetretene Bischöfin und Reformationsbeauftragte des Lutherjahrs 2017, würdigte das Lebenswerk des Schweizer Jahrhundert-Theologen. Das war kein Zufall, denn Hans Küng hatte bereits vor der Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) mit seiner ökumenisch wegweisenden Dissertation schlüssig dargelegt, dass die evangelische Lehre von der göttlichen Vergebung bei Karl Barth mit dem katholischen Dogma des Konzils von Trient (1545–1563) zu vereinbaren ist. «Ein Fanfarenstoß in Richtung Ökumene längst vor dem Konzil», wie der Küng-Kenner und Publizist Erwin Koller neulich in der Schweizer Zeitschrift aufbruch sagte.

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