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Theologie
Ein Mensch schlechthin

Der Theologe Joachim Negel beantwortet die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Diesmal geht es um die Christologie: Wie lässt sich Jesu Menschsein mit seinem Gottsein zusammendenken?
von Joachim Negel vom 25.07.2021
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Christus mit verschränkten Armen (Rembrandt, um 1659)
Christus mit verschränkten Armen (Rembrandt, um 1659)

Unsere Leserin Christa Herrmann fragt: »Wie lässt sich Jesu Menschsein mit seinem Gottsein zusammendenken?«

Bei Karl Rahner (1904-1984), dem großen Jesuitentheologen, findet sich in einer Meditation der erstaunliche Satz: »Seit Weihnachten ist es dem Menschen verwehrt, von sich selbst gering zu denken, weil er dann gering dächte von Gott.« Rahner behauptet, dass an Leben und Geschick Jesu von Nazareth blitzartig aufleuchte, was menschliches Leben in seiner Fülle, Weite und Tiefe sei. Deshalb dürfe man den auferweckten Gekreuzigten als das Ebenbild (wörtlich: die Ikone) »des unsichtbaren Gottes« bezeichnen (Kolosserbrief 1,15). An Jesus werde nicht nur ablesbar, wer Gott für uns sei, sondern auch, wer Gott in sich sei. Wie das?

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