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Ein Pontifex, der keine Brücke baut

Nun also sind sie zu Ende, die Tage des Papstbesuchs im Heiligen Land. Jordanien, Israel, Palästina: So hießen die Stationen Benedikts. Niemand hatte ernsthaft erwartet, dass durch den Papst Frieden in die Region kommen würde.
von Günther B. Ginzel vom 18.05.2009
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Erwartet wurde vielmehr vor Ort, dass seinem Pilgerbeispiel Tausende von Touristen folgen würden. Der Tourismus ist für das Heilige Land, das mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, wichtig. Gleichzeitig aber führte gerade der Tourismus den Menschen vor Augen, dass man Geschäfte nur machen kann, wenn auch der andere daran Teil hat. Mit anderen Worten: Eine Pilgerreise verbindet, ganz automatisch. So gesehen war Benedikts Reise eine wichtige Einübung in Sachen Frieden. Was ansonsten die Reise des Papstes veranlasst haben mag, dass war das große Thema der zahlreich vertretenen internationalen Presse. Warum war der Papst gerade jetzt ins Heilige Land gereist? Was wollte er bewirken? Ratlosigkeit in diesen Fragen blieb bis zum Schluss. Es hatte dem Vernehmen nach die Überlegung in Rom gegeben, in einer der Papstreden deutlich auf die Unfähigkeit und das Versagen der regionalen Politiker im Heiligen Land einzugehen. Benedikt unterließ es - angesichts des Sturms, den das ausgelöst hätte und der geringen Wirkung in der Praxis sicher die richtige Entscheidung.

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Schlagwörter: Frieden Vatikan
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