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Wer studiert heute noch Theologie?
Forschung und Leere

Wo sich früher im Hörsaal die Studierenden drängelten, ist heute viel Platz. Dabei findet Mia Federmann ihr Studium ziemlich cool. Auch wenn sie auf Partys lieber nicht davon erzählt.
von Mathea Willmann vom 07.05.2026
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Mal sehen: Ob Mia Federmann Pfarrerin werden will, weiß sie jetzt noch nicht. Aber die großen Fragen nach Gott und der Welt interessieren sie sehr. (Foto: Thomas Dinges)
Mal sehen: Ob Mia Federmann Pfarrerin werden will, weiß sie jetzt noch nicht. Aber die großen Fragen nach Gott und der Welt interessieren sie sehr. (Foto: Thomas Dinges)

Der große Hörsaal ist fast leer, als Mia Federmann ihn betritt. Von oben blickt sie in den fensterlosen Raum. Wie in einem Kino geht es Reihe um Reihe hinunter zum Vorlesungspult. Rund 150 Plätze hat der Hörsaal, Sitze zum Runterklappen an langen Tischreihen aus gelblichem Holz. Mia Federmann geht ein paar Stufen nach unten und wählt unter den vielen leeren Plätzen einen aus. Sie holt einen Laptop aus ihrem schwarzen Rucksack und klappt ihn auf. Vor 40 Jahren hätte sie wahrscheinlich auf dem Boden sitzen müssen, wäre sie erst fünf Minuten vor Vorlesungsbeginn erschienen. Damals, Mitte der 1980er-Jahre, waren insgesamt 1786 Studierende der evangelischen Theologie »auf Pfarramt« in Tübingen eingeschrieben. Sie drängten sich in volle Hörsäle, um Jürgen Moltmann oder Eberhard Jüngel zu hören, Koryphäen der protestantischen Theologie.

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